Ausschreibung einer Medizinischen Doktorarbeit in der Radioonkologie

Die Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie unter der Leitung von Frau Prof. Stephanie Combs vergibt eine medizinische Doktorarbeit mit dem Thema „Bestimmung des Einfluss von Hypoxie auf Tumorzellen nach Mikrostrahlentherapie in-vitro“.

Hintergrund: Die Mikrostrahltherapie (MRT, engl. Microbeam Radiation Therapy) ist ein innovatives, aber bisher präklinisches Konzept in der Strahlentherapie. Mikrometerbreite Strahlenfelder erzeugen extrem hohe Dosen von mehreren 100 Gy, während in den Niedrigdosisbereichen zwischen den Strahlen die Dosis unterhalb der Gewebetoleranzgrenze verbleibt. Tumore können hingegen effektiv behandelt werden.
Der Einfluss von einer hypoxischen Mikroumgebung (Sauerstoffmangel) auf das Überleben von Tumorzellen konnte bisher nur nach homogener Bestrahlung untersucht werden. Dabei zeigten hypoxische Tumore nach Bestrahlung eine 2-3fach erhöhte Strahlenresistenz, welche auf reduzierte Anzahl von hochreaktiven Sauerstoffradikalen zurückgeführt werden kann. Als grundlegend für hypoxie-induzierte Strahlenresistenz wird die Resistenz gegen Zelltodmechanismen und eine verminderte DNA-Reparatur angesehen. Am Klinikum rechts der Isar bauen wir eine kompakte Mikrostrahlquelle auf, die die präklinische Forschung in-vitro, später aber auch in-vivo ermöglichen wird. Mit Hilfe dieser kompakten Mikrostrahlquelle soll nun in dieser Doktorarbeit erstmals untersucht werden, welchen Einfluss eine hypoxische Umgebung auf das Tumorzellüberleben nach Mikrostrahltherapie hat. Anschließend soll die Ursache des differentiellen Überlebens anhand von DNA-Reparatur untersucht werden. Zudem soll die Blutgefäßbildung analysiert werden, welche verstärkt in hypoxischen Tumorzellen stimuliert wird, um die Sauerstoffkonzentration im Gewebe zu erhöhen.
Durchführungsort der experimentellen Doktorarbeit wird sowohl am Klinikum rechts der Isar als auch am Helmholtz Zentrum in Neuherberg sein.
Aufgaben:
- Bestimmung von Zellüberlebenskurven von Tumorzellen in Abhängigkeit von Sauerstoff nach Mikrostrahlentherapie
- Bestimmung des Sauerstoffverstärkungsfaktors nach Mikrostrahltherapie
- Bestimmung der örtlich aufgelösten DNA Reparatur in Abhängigkeit von der Zeit und Peak- und Valleydosis (gammaH2AX, Reparaturproteine wie MLH1 (Mismatch repair) und 
  Rad51 (homologe Rekombination))
- Untersuchung der Expression von VEGF als Angiogenese-stimulierender Faktor
 Wir bieten:
- Mitarbeit in einem jungen, engagierten Team aus BiologInnen, ÄrztInnen, MTAs und weiteren Studierenden
- Intensive Betreuung mit kompetenten Ansprechpartnern vor Ort
- Erlernen und selbstständiges Durchführen von verschiedenen molekularbiologischen und zellbiologischen Methoden (z.B. Zellkultur, DNA Reparatur, Zellüberlebenstest,
  Nachweis von Proteinen)
Wir erwarten:
- Freude an experimentellen Arbeiten
- Ein hohes Maß an Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Motivation und Teamfähigkeit
- Bereitschaft zur engen Kooperation mit einem hochmotivierten Team Weiterhin bieten wir bei Interesse an:
- Unterstützung bei der Bewerbung für ein Promotionsstipendium
- Möglichkeit zur Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen
- Möglichkeit zur wissenschaftlichen Publikation
- Förderung des klinisch-wissenschaftlichen Werdegangs

Bitte wenden Sie sich bei Interesse mit Lebenslauf an PD Dr. Thomas Schmid:
PD Dr. Thomas Schmid
Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie
Direktorin: Prof. Dr.med. Stephanie E. Combs
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Ismaninger Str. 22
81675 München
Tel.: 089-4140-9788
Email: t.e.schmid@tum.de
Web: http://www.radonc.med.tum.de/team