Doktorarbeit zu vergeben: Untersuchung kognitiver und hämodynamischer Einschränkungen bei Patienten mit asymptomatischer hochgradiger Carotis-Stenose

Die Arbeitsgruppen von Frau PD Dr. Preibisch sowie Herrn Dr. Sorg beschäftigen sich seit Jahren mit der Entwicklung von Methoden zur quantitativen Messung zerebrovaskulärer Parameter sowie der Analyse kognitiver Beeinträchtigungen. Diese Methoden werden in zahlreichen neurowissenschaftlich-klinischen Studien angewandt und sind klinisch hochrelevant.

  PROJEKTBESCHREIBUNG: Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Analyse der Zusammenhänge zwischen hämodynamischen Parametern aus Magnetresonanztomographie (MRT) Messungen und kognitiven Einschränkungen bei Patienten mit asymptomatischen Carotis-Stenosen (CAS). Es ist sowohl bekannt, dass CAS häufig mit Einschränkungen der vaskulären Reaktivität und Perfusion assoziiert ist, als auch dass viele CAS-Patienten unter kognitiven Einschränkungen leiden. Trotzdem besteht weiterhin Unklarheit über die genauen Zusammenhänge, insbesondere bei asymptomatischen CAS-Patienten. Unsere Hypothese ist, dass kognitive Defizite in Folge von Einschränkungen der vaskulären Reaktivität und chronischer Hypoperfusion auftreten. Durch Analyse der Reversibilität möchten wir außerdem verbesserte Therapieindikationen für zukünftige operative Eingriffe bei CAS-Patienten entwickeln.   DURCHFÜHRUNG: Eine Pilotstudie wurde bereits sehr erfolgreich an 59 Teilnehmern durchgeführt. Zur Analyse der Kognition wird die visuelle Aufmerksamkeit der Probanden mittels eines computerbasierten Tests untersucht. Durch die Kombination von neu entwickelten, innovativen MRT-Methoden wie z.B. endtidal gesteuerter CO2-Stimulation ist es nun erstmals möglich, einen tieferen Einblick in die komplexen CAS-induzierten hämodynamischen Veränderungen zu erlangen. Die Doktorandin oder der Doktorand würde eingebunden werden in die Patientenrekrutierung, die Durchführung von MRT-Messungen, die Datenanalyse und die Publikation der Ergebnisse.   WIR BIETEN: • Intensive Betreuung durch ein hochmotiviertes, interdisziplinäres Team bestehend aus Ärzten, Physikern und Psychologen • Erlernen und selbstständiges Durchführen von modernsten Methoden der quantitativen MR-Bildgebung • Einbindung in die neurowissenschaftliche Forschung, Kolloquien und Journal Clubs • Bei Interesse, Erlernen der Programmierung von Auswertetools • Wissenschaftliche Publikation als Erstautor sowie Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Kongressen • Es bestehen u.a. Kooperationen mit der Yale University, Stanford University, Universität Leiden, Thornhill Medical und der Philips GmbH • Die MR-Protokolle wurden bereits erarbeitet • Förderung des Projektes durch die DFG   WIR ERWARTEN: • Interesse an Methoden der MR-Bildgebung sowie an neurowissenschaftlichen Fragestellungen • Freude am wissenschaftlichen, experimentellen Arbeiten mit direktem klinischen Bezug • Ein hohes Maß an Motivation, Sorgfalt, Flexibilität, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit • Bereitschaft zur engen Kooperation mit einem hochmotivierten, interdisziplinären Team   KONTAKTINFORMATIONEN PD Dr. Christine Preibisch E-mail: preibisch@tum.de Tel.: 089 4140–7631 http://www.neurokopfzentrum.med.tum.de/neuroradiologie/3216.html