Summerschool „Nie wieder ist jetzt – auch in der Medizin“ - 5.–9. Oktober 2026

Summerschool des TUM Medical Education Center und des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin (gefördert durch den TUM Ideenwettbewerb „Studienbezogene Verstärkung der Exzellenzstrategie“)
Du studierst Medizin, Sportlehramt, Gesundheits- oder Sozialwissenschaften und fragst dich, was die NS-Vergangenheit mit deinem Studium und deiner zukünftigen beruflichen Rolle zu tun hat?
Dich erwarten eine Woche lang Inputs zu Medizin und Wissenschaft im Nationalsozialismus, Austausch mit international renommierten Fachleuten aus Medizin, Geschichte und Ethik sowie Raum für Reflexion über deine professionelle Identität.
Fakultative Lehrveranstaltung in kleiner Gruppe (max. 30 Teilnehmende). Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben (eine A4-Seite: Was ist mein persönliches Interesse am Thema?) bis 31. August 2026 an karina.korecky@tum.de und philipp.rauh@tum.de. Es wird ein Teilnahmezertifikat ausgestellt.
5.–9. Oktober 2026 – Start Montag, 5.10., 12:00, Ende Freitag, 9.10., 13:00
Die Verbrechen von Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen im Nationalsozialismus gehören zu den verstörendsten Kapiteln der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Sie zeigen, dass berufliche Expertise nicht vor moralischem Versagen schützt und werfen bis heute die Frage auf, wie heilende und forschende Professionen zu Trägern von Gewalt werden konnten.
Die Summerschool nimmt diese Geschichte zum Ausgangspunkt, um über professionelle Identität, Verantwortung und Ethik in Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft nachzudenken. Im Zentrum steht die Frage, welches historische Wissen wir brauchen, um unsere Professionen kritisch mitzugestalten – und was all das mit der eigenen Rolle als zukünftige:r Ärzt:in, Therapeut:in, Lehrer:in oder Wissenschaftler:in zu tun hat.
Mit Beiträgen und Inputs von:
Prof. Dr. med. Pascal O. Berberat, MME
Lehrstuhl Medizindidaktik, TUM Medical Education Center, Vice Dean Academic and Student Affairs
Prof. Dr. Dr. med. Elisabeth Binder
Neurowissenschaften, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) München
Anna Greithanner, M.A.
Geschichtswissenschaften, Leiterin des Lern- und Gedenkortes am MPI München
Dr. Maximilian Buschmann
Geschichtswissenschaften, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, TUM
Julius Poppel, M.D.
Assistenzarzt am Klinikum Dritter Orden München; Organisator Stadtrundgang „Münchener Medizin im Nationalsozialismus“
Dr. med. Sabine Hildebrandt
Medizin; Assoziierte Professorin für Pädiatrie am Boston Children’s Hospital; Lehrende für Anatomie an der Harvard Medical School
Prof. Dr. Maike Rotzoll
Medizin und Geschichtwissenschaften; Lehrstuhl Geschichte der Pharmazie und Medizin, Philipps-Universität Marburg
Mirko Bialas
Soziologe, Psychiatrieerfahrener; Münchener Psychiatrie-Erfahrene (MüPe) e.V.
Prof. Mag. Dr. Herwig Czech
Geschichtswissenschaften; Lehrstuhl Geschichte der Medizin, MedUni Wien
PD Dr. med. Joram Ronel
Medizin und Psychoanalyse; Leiter Departement Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Chefarzt der Klinik Barmelweid, Schweiz
Organisation: Karina Korecky (TUM Medical Education Center); Dr. med. Sandra Apondo, MME (TUM Medical Education Center), Dr. Jana Fritsche (TUM Medical Education Center), Dr. Philipp Rauh (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin TUM).