PJ: Europa

Allgemeine Informationen

Organisation in Eigeninitiative

Wer sich entschließt ein oder mehrerer Tertiale im Ausland zu absolvieren, muss vor allem eines mitbringen: Eigeninitiative. Denn die Organisation des PJ-Tertials erfolgt auf eigene Verantwortung und muss individuell an die jeweilige ausländische Einrichtung angepasst werden. Die PJ-Tertiale im Ausland werden zudem außerhalb von Kooperationen organisiert, weshalb sich Studierende selbstständig um eine Stelle an geeigneten Kliniken im Ausland bemühen müssen.

Wenn Sie Ihr PJ-Tertial eigenständig organisieren, lesen Sie sich bitte im Vorfeld die vorgenannten Informationen zu den Richtlinien und Anerkennung gründlich durch! Allgemeine Informationen zum Praktischen Jahr erhalten Sie auf mediTUM im Bereich Praktisches Jahr. Weiterführende Informationen finden Sie darüber hinaus im Leitfaden "Checkliste und Informationen, M3" des Prüfungsamt für Humanmedizin an der Technischen Universität München.

Frühzeitige Planung

Auch im Ausland gilt – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gerade Schweizer Kliniken sind oftmals bereits auf Jahre hin "ausgebucht" – ein Auslands PJ will somit gut und frühzeitig geplant werden. Wir empfehlen Ihnen eine Vorlaufzeit von mind. 6 - 12 Monaten.

Frau Freese vom Team Internationales stellt Ihnen für Ihre Bewerbungen gerne Empfehlungsschreiben aus. Bitte schreiben Sie hiefür an: empfehlungsschreiben.mec.med@tum.de

Folgende Punkte müssen Sie bei einem PJ-Aufenthalt im Ausland beachten:

  • Die Anerkennung der im Ausland absolvierten Tertiale erfolgt über das Prüfungsamt für Humanmedizin an der Technischen Universität München. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf der oben verlinkten Webseite im Leitfaden "Checkliste und Informationen, M3".
  • Bei dem ausländischen Universitätsklinikum bzw. dem ausländischen Lehrkrankenhaus muss es sich um eine vom Prüfungsamt anerkannte Einrichtung handeln.
  • Sämtliche Kliniken weltweit, die grundsätzlich als PJ-Ausbildungsstätte geeignet sind, werden in einer PJ-Liste des LPA Düsseldorf zusammengefasst PJ-Liste/ Ausland. An dieser Auflistung orientiert sich auch das Prüfungsamt für Humanmedizin an der TUM.
  • ACHTUNG! Bitte beachten Sie: Die PJ-Auslandsliste („NRW-Liste“) gibt lediglich darüber Auskunft, ob das betreffende Krankenhaus grundsätzlich als PJ-Ausbildungsstätte geeignet ist. Ob ein Tertial anerkannt wird, hängt jedoch davon ab, ob das PJ regulär abgeleistet wurde und ob auch alle formalen Kriterien erfüllt wurden. Daher ist es auch nicht möglich, ein PJ vor Antritt anerkennen zu lassen.
  • Werden die Pflichttertiale Chirurgie und/oder Innere Medizin im Ausland absolviert, so muss dies entsprechend als „Chirurgie“ bzw. „Innere Medizin“ auf der PJ-Bescheinigung ausgewiesen werden! Bescheinigungen mit Teilfächern wie „Kardiovaskuläre Chirurgie“, „Hämatologie“ o.ä. sind für die Pflichttertiale nicht zulässig.
  • Die jeweiligen Zeitvorgaben für das PJ in Deutschland sind auch im Ausland anzuwenden – eine beliebige Splittung der Tertiale in Einzelwochen ist nicht möglich. Kann das ausgewählte Klinikum beispielsweise nur 12 Wochen Chirurgie anbieten, d.h. die geforderten 16 Wochen Chirurgie können nicht in dieser Ausbildungsstätte erreicht werden, wird das gesamte Tertial nicht anerkannt, da eine Splittung in 12 und 4 Wochen nicht zulässig ist.
  • Hinweis zum Versicherungsschutz: Während Ihres Auslandstertails sind Sie nicht über die TU München bzw. das TUM MRI versichert. Den Versicherungsstatus im Ausland müssen Sie im Vorfeld mit der jeweiligen ausländischen Einrichtung klären. Ggf. müssen Sie vor Ihrer Abreise die entsprechenden Auslandsversicherungen (Kranken-, Haftpflicht-, Unfallversicherung etc.) abschließen.
  • Wichtig: Bitte beachten Sie immer auch die formale Voraussetzung, dass Sie auf Ihrer PJ Bescheinigung einen Klinik-Stempel mit Fachgebietsangabe und ein Universitätssiegel benötigen und klären dies unbedingt im Vorfeld ab: sowohl mit der Klinik, in die Sie gehen möchten, als auch mit der zuständigen Universität!

Förderung von Praktikums-Aufenthalten: Erasmus+ SMP und Swiss-European Mobility Programm

Das Erasmus+ SMP-Programm sowie das Swiss-European Mobility Programm stehen für Studierenden-Mobilität Praktikum. Beide Programme fördern studiumsrelevante Praktika oder eine praxisbezogene Abschlussarbeit im europäischen Ausland finanziell.

Für Medizinstudierende sind sie vor allem für das Praktische Jahr interessant, jedoch auch durchaus für längere Forschungsaufenthalte etc. Für Famulaturen sind die Programme leider nicht geeignet, da sie eine Mindestförderdauer von 60 Tagen bzw. 2 vollen Monaten voraussetzen. Beim PJ lassen sich daher auch nur ganze Tertiale fördern, keine gesplitteten Tertiale.

Das Besondere an den beiden Programmen: Mit der Universität, an der Sie sich bewerben, muss keine bilaterale (ERASMUS+) Partnerschaft bestehen. Allerdings muss die Klinik für das PJ anerkannt sein. Die Liste der akkreditierten Kliniken finden Sie hier. Auskunft dazu erteilt auch das Prüfungsamt für Medizin der TUM.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich den Praktikumsplatz selbst organisieren müssen. Sobald Ihnen die entsprechende Stelle zugesagt wurde, können Sie sich um finanzielle Unterstützung  bewerben. Die Stipendiensätze variieren je nach Zielland. Sie liegen zwischen 400 und 520 Euro pro vollem Monat. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das Swiss-European Mobility Programm bietet Studierenden der TUM Förderungsmöglichkeiten für ein Praktikum oder eine praxisbezogene Abschlussarbeit in der Schweiz. Über das Swiss-European Mobility Programme können Sie für Ihren Auslandsaufenthalt finanzielle Unterstützung bis zu 420 Schweizer Franken erhalten.

PJ Programm Bern, Schweiz

Die Partnerschaft mit der Universität Bern garantiert TUM-Studierenden eine feste Anzahl von PJ-Plätzen in der Chirurgie sowie in der Inneren Medizin am renommierten Inselspital Bern.

Hierzu findet jährlich ein Auswahlverfahren statt, immer im November eines Jahres für das PJ, das im darauf folgenden Jahr im November beginnt. Die Bewerbung für das November-PJ 2021 ist ab sofort bis zum 15. Dezember 2020 möglich! Ausführliche Informationen zur Bewerbung finden Sie auch in der untenstehenden Datei zum Download!

Inhalte des Programms

„Bern 1“: Chirurgie (8 Wochen)

Insgesamt 12 Studierende können ein gesplittetes Tertial in der Chirurgie (8 Wochen Herz-und Gefäßchirurgie) absolvieren und dort eine bevorzugte Betreuung genießen. Dabei werden pro gesplittetem Tertial jeweils 2 Studierende aufgenommen:

1. Tertial

  • 15.11.2021 – 07.01.2022: 2 Studierende für 8 Wochen
  • 10.01.2022 – 06.03.2022: 2 Studierende für 8 Wochen

2. Tertial

  • 07.03.2022–29.04.2022: 2 Studierende für 8 Wochen
  • 02.05.2022–26.06.2022: 2 Studierende für 8 Wochen

3. Tertial

  • 27.06.2022-19.08.2022: 2 Studierende für 8 Wochen
  • 22.08.2022-16.10.2022: 2 Studierende für 8 Wochen

 

„Bern 2“: Innere Medizin (16 Wochen)

Insgesamt 6 Studierende können ein Tertial in der Inneren Medizin absolvieren (8 Wochen Angiologie, 8 Wochen Kardiologie). Dabei werden pro Tertial jeweils 2 Studierende aufgenommen:

1. Tertial, 15.11.2021 – 06.03.2022: 2 Studierende für 16 Wochen

2. Tertial, 07.03.2022 – 26.06.2022: 2 Studierende für 16 Wochen

3. Tertial, 27.06.2022-16.10.2022: 2 Studierende für 16 Wochen

 

„Bern 3“: Chirurgie und Innere Medizin (2 x 16 Wochen)

Insgesamt 4 Studierende können zwei Tertiale in Folge am Inselspital Bern absolvieren: ein Tertial Innere Medizin (2 Monate Angiologie, 2 Monate Kardiologie) und ein Tertial Chirurgie (2 Monate Herz- und Gefäßchirurgie, 2 Monate Viszeralchirurgie)

1. Tertial / 2. Tertial, 15.11.2021 – 26.06.2022: 2 Studierende für 8 Monate

2.Tertial / 3. Tertial, 07.03.2022 - 16.10.2022: 2 Studierende für 8 Monate

 

Fehltage: Bitte beachten Sie, dass es in allen drei Programmen nicht möglich ist, „Fehltage“ zu nehmen.

 

Bewerbung:

Bewerben können Sie sich bis zum 15. Dezember 2020 am TUM MEC per E-Mail an: international.mec.med@tum.de

Betreffzeile: Bewerbung für PJ „Bern 1 - Chirurgie“ oder Bewerbung für PJ „Bern 2 – Innere Medizinoder Bewerbung für PJ „Bern 3 – Chirurgie u. Innere Medizin“ (Bitte unbedingt kenntlich machen!)

In der E-Mail bitte unbedingt den genauen Zeitraum des (gesplitteten) Tertials angeben, für das Sie sich bewerben möchten!

Erforderliche Bewerbungsunterlagen:

Für Auswahlphase 1:

  • Aktuelles Notentranskript (aus mediTUM, gilt auch ohne Stempel u. Unterschrift)
  • Physikumszeugnis (Kopie)
  • Formloses, kurzes Anschreiben mit Ihren Kontaktdaten

Falls es mehr Bewerber als freie Plätze gibt, folgt eine 2. Auswahlphase. Für weiterführende Informationen zur 2. Auswahlphase wenden Sie sich bitte an Jacqueline Emmerich M.A.

ACHTUNG: Ihre Bewerbung ist verbindlich! Bitte überlegen Sie sich vor Ihrer Bewerbung gut, ob Sie für Ihr PJ Tertial nach Bern gehen möchten und können. Eine spätere Absage Ihres Platzes ist mit einem hohen organisatorischen Aufwand für die Universität Bern verbunden. Sollten Sie Ihren Platz tatsächlich wieder absagen müssen, bitten wir Sie, einen Kommilitonen zu finden, der diesen Platz übernehmen möchte.