PJ Außerhalb Europas: Allgemein

Allgemeine Informationen

Wer sich zur Absolvierung eines oder mehrerer Tertiale im Ausland entschließt, muss vor allem eines mitbringen: Eigeninitiative.

Allgemeine Informationen zum Praktischen Jahr erhalten Sie auf mediTUM im Bereich Praktisches Jahr

Im Gegensatz zum universitären PJ in Deutschland, für welches Studierende sich lediglich auf dem sogenannten PJ-Portal anmelden müssen, muss sich der Student selbstständig in geeigneten Kliniken im Ausland um eine Stelle bemühen.

PJ-Tertiale im Ausland werden i.d.R. außerhalb von Kooperationen organisiert. Die Suche nach einem PJ-Platz im Ausland erfolgt auf Eigeninitative der Studierenden. Frau Freese vom Team Internationales stellt Ihnen dafür gerne Empfehlungsschreiben aus. Bitte schreiben Sie hiefür an: empfehlungsschreiben.mec.med@tum.de

Folgende Dinge sollte Sie bei einem PJ-Aufenthalt im Ausland beachten:

  • Die Anerkennung der im Ausland absolvierten Tertiale erfolgt über das Prüfungsamt für Humanmedizin an der Technischen Universität München. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf der oben verlinkten Webseite im Leitfaden "Checkliste und Informationen, M3".
  • Bei dem ausländischen Universitätsklinikum bzw. dem ausländischen Lehrkrankenhaus muss es sich um eine vom Prüfungsamt anerkannte Einrichtung handeln.
  • Sämtliche Kliniken weltweit, die grundsätzlich als PJ-Ausbildungsstätte geeignet sind, werden in einer PJ-Liste des LPA Düsseldorf zusammengefasst PJ-Liste/ Ausland. An dieser Auflistung orientiert sich auch das Prüfungsamt für Humanmedizin an der TUM.
  • ACHTUNG! Bitte beachten Sie: Die PJ-Auslandsliste („NRW-Liste“) gibt lediglich darüber Auskunft, ob das betreffende Krankenhaus grundsätzlich als PJ-Ausbildungsstätte geeignet ist. Ob ein Tertial anerkannt wird, hängt jedoch davon ab, ob das PJ regulär abgeleistet wurde und ob auch alle formalen Kriterien erfüllt wurden. Daher ist es auch nicht möglich, ein PJ vor Antritt anerkennen zu lassen.
  • Während Ihres Auslandsaufenthaltes sind Sie nicht mehr über die TUM Fakultät für Medizin unfall- und berufshaftpflichtversichert. Sie müssen sich daher unbedingt um eine private Unfall- und Berufshaftpflichtversicherung kümmern.

Auch im Ausland gilt – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gerade Schweizer Kliniken sind oftmals bereits auf Jahre hin "ausgebucht" – ein Auslands PJ will somit gut und frühzeitig geplant werden.

Die erste Hürde ist meist die Bürokratie: die jeweiligen Zeitvorgaben für das PJ in Deutschland sind auch im Ausland anzuwenden – eine beliebige Splittung der Tertiale in Einzelwochen ist nicht ohne weiteres möglich. Kann das ausgewählte Klinikum beispielsweise nur 12 Wochen Chirurgie anbieten, d.h. die geforderten 16 Wochen Chirurgie können nicht in dieser Ausbildungsstätte erreicht werden, wird das gesamte Tertial nicht anerkannt, da eine Splittung in 12 und 4 Wochen nicht zulässig ist.

Wichtig: Bitte beachten Sie immer auch die formale Voraussetzung, dass Sie auf Ihrer PJ Bescheinigung einen Klinik-Stempel mit Fachgebietsangabe und ein Universitätssiegel benötigen und klären dies unbedingt im Vorfeld ab: sowohl mit der Klinik, in die Sie gehen möchten, als auch mit der zuständigen Universität!